11. März 2014, LEW Netzservice GmbH

Auf der Sonnenseite des Geschäfts

Solarpark Lamerdingen

LEW Netzservice schließt 2 Solarparks an - Gesamtleistung von 26 Megawatt

       
Das erste von zwei wichtigen Solar-Projekten der LEW Netzservice GmbH (LNS) ist vom ersten bis zum letzten Modul ein Baby der LEW-Gruppe: Der Fotovoltaikpark in Bobingen gehört derzeit den Bayerischen Elektrizitätswerken (BEW), die kaufmännische Betriebsführung liegt bei der LEW Service & Consulting GmbH (LSC) und sobald die LEW BürgerEnergie e.G. genügend Genossen um sich geschart hat,
soll der Park das erste genossenschaftliche Objekt werden. Die LNS soll jetzt und in Zukunft die technische Betriebsführung übernehmen. Sigrid del Rio, Projektverantwortliche bei LNS, erklärt, was das genau bedeutet: „Wir sind für Wartungen und regelmäßige Inspektionen zuständig. Außerdem übernehmen wir die Fernüberwachung. Das heißt, wir haben die Erzeugung und die Spannung immer im Blick und können bei Abweichungen, die auf Störungen oder Fehler hindeuten, sofort eingreifen.“ Die Freiflächenanlage in Bobingen bündelt über 23.000 Solarmodule und erstreckt sich über eine Fläche von rund elf Hektar. Sie hat eine Spitzenleistung von rund sechs Megawatt und wird voraussichtlich rund 6.600 Megawattstunden Strom im Jahr produzieren.

Das zweite spannende Projekt der LNS hat ganz andere Dimensionen. Denn die Kollegen sind mit dem Primäranschluss der größten Fotovoltaikanlage im LEW-Netzgebiet beauftragt worden. Die Freiflächenanlage entsteht im Betriebsgelände der Kurzwellen-Sendeanlage „Wertachtal“ bei Lamerdingen und wird eine Spitzenleistung von 20 Megawatt erreichen. Sie bündelt 82.000 Solarmodule und nimmt eine Fläche von etwa 45 Hektar ein. Die LNS liefert und installiert sämtliche Komponenten zur Übertragung des erzeugten Stroms in das angrenzende LEW-Umspannwerk Gennach. Dazu gehören 16 Kompakt-Trafostationen, zwei Mess- und Übergabestationen und zweieinhalb Kilometer Stromkabel.

Für das Projekt waren nur 16 Arbeitstage vorgesehen. LNS-Projektleiter Robert Mussack erklärt, warum das trotzdem funktionierte: „Wir haben die Arbeiten extrem gut organisiert, nur so konnten wir den engen Zeitplan einhalten. Das Wetter hat uns dabei übrigens nicht gerade geholfen. Die meiste Zeit standen wir knöcheltief im Schlamm.“

Die Anlagen gingen im Dezember 2013 ans Netz und beliefern seitdem die zwei Regionen, Bobingen und Lamerdingen, mit "Grünem-Strom".